Mindset- wie motiviere ich mich selber

Wenn ein Patient zu uns kommt, der von unserer Behandlungsmethode überhaupt nicht überzeugt ist, wird sein Therapieerfolg höchstwahrscheinlich sehr gering ausfallen. In diesem Blogbeitrag könnt ihr lesen, wie die richtige mentale Einstellung, ich nenne dies „Mindset“, für den Behandlungserfolg entscheidend ist.

Die Mindset in der Physiotherapie

Du kannst dir bestimmt vorstellen, dass wenn man überzeugt ist das Richtige zu tun, die Motivation einiges höher ist, als wenn man skeptisch einer Behandlungsmethode gegenüber steht.

Patienten, die von einer Operation nicht überzeugt sind, sollte man besser nicht operieren. Dies ist in der Physiotherapie genau gleich. Wenn Patienten kommen, aber nicht trainieren möchten oder sich nicht aktiv einsetzen, um ihre Gesundheit zu verbessern, dann sollte man sich überlegen, ob dieser Patient in der richtigen Physiotherapie oder Training ist.

Es gibt verschiedene Patienten. Der eine ist hoch motiviert, der andere etwas weniger bis total unmotiviert…

Mich überrascht es doch immer wieder, wenn Patienten mit Beschwerden kommen, die unmotiviert sind und Mühe haben sich aktiv einzusetzen, um wieder fitter zu werden. Es fehlt die richtige „Mindset“. Interessant ist aber, wenn „das Leiden“ gross genug ist, sind die Leute für alles bereit. Sobald die ersten Beschwerden dann verschwunden sind, sagt man gerne ein Trainings Termin ab und hat schnell mal eine Ausrede… Man fallt wieder zurück in die Komfortzone

Ich mache mir sehr oft Gedanken darüber, wie ich mich als Reha Trainer verhalten soll, wenn ich Patienten habe, die unmotiviert sind. „Es ist ja nicht mein Problem… Es ist nicht mein Rücken, der schmerzt oder mein Knie, das instabil ist…“

Es kommt sicher vor, dass ich eine Therapie oder Training abschliesse, da mein Patient nicht genügend motiviert ist, die Sachen umzusetzen, die ich von ihm/ihr verlange. Das finde ich auch fair. Vielleicht gibt es für diesen Patient eine passendere Therapie, bei welcher es für ihn bequemer ist…

No easy day
Es gibt keinen „lockeren Tag“, es gibt nur der nächste Trainingstag!

Wie bekomme ich nun die richtige „Mindset“?

Manche würden sagen; „Man hat es, oder man hat es nicht…“

Ich denke, dass man das trotzdem trainieren kann! Sehr wichtig dabei ist es, sich kleine Ziele zu setzen, an denen man sich heranarbeitet…

  • Vielleicht kannst du momentan als Herzpatient 600 Meter an einem Stück laufen. Wie wäre es aber, wenn du dir das Ziel setzt 800 Meter zu laufen, oder vielleicht in einem Monat 1000 Meter?!
  • Wenn du 20 Kilogramm Übergewicht hast, wie wäre es jeweils wöchentlich 500 Gramm abzunehmen?
  • Wie wäre es täglich 30 Minuten zu spazieren? Egal ob es regnet, schneit, oder heiss ist, du gehst spazieren!

Mindset - Du kannst es!

Wir haben alle mit unserem „inneren Schweinehund“ zu kämpfen. Bei dem richtigen „Mindset“ gibt es dies nicht. Du darfst keine Ausrede mehr haben. Es gibt auch keinen „lockeren Tag“, es gibt nur der nächste Trainingstag!

Ja, manchmal schmerzt dein Knie oder spinnt dein Rücken. Gib einfach nicht zu schnell nach. Dein Körper ist zu vielen unglaublichen Sachen im Stande, ich sehe das auch täglich! Und ja, bei einigen Patienten ist es sogar wünschenswert über diese Schmerzgrenze hinaus zu trainieren! So erreichst du das nächste Level, dein Selbstvertrauen stärkt sich, dein Körper wird kräftiger und dein Mindset von „Ich kann es nicht…“ hat sich geändert in „Ich kann es!“


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Autor: Pieter Keulen


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Kategorie: Physiotherapie
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