Irrtümer betreffend Plank Übungen

Bei Plank Übungen wird behauptet, dass es Rückenschmerzen vorbeugt, dass die Bauchmuskeln trainiert werden, dass es die Wirbelsäule stabilisiert und dass es ein positives Zeichen von körperlicher Fitness ist, wenn man die Position möglichst lange Zeit behalten kann. Warum dies nur teils stimmt erzähle ich dir jetzt.

Bei Plank Übungen wird behauptet, dass es Rückenschmerzen vorbeugt, dass die Bauchmuskeln trainiert werden, dass es die Wirbelsäule stabilisiert und dass es ein positives Zeichen von körperlicher Fitness ist, wenn man die Position möglichst lange Zeit behalten kann. Warum dies nur teils stimmt erzähle ich dir jetzt.

Die klassische Plank Übung ist die Unterarmstütze, auf beide Fussspitzen und den Körper Kerzengerade. Diese Übung wird sehr häufig in der Physiotherapie und im Fitness verwendet. Neben der Standard Position, wie vorher beschrieben, gibt es eine weitere Anzahl diverse Variationsmöglichkeiten. Ein Bein nach dem anderen anheben (bekannt beim Militär und Polizei Tests), Bein seitwärts anheben, in Seitenposition abgestützt auf die Ellenbogen usw…

Die Behauptung dass Plank Übungen für eine bessere Stabilität im Rücken sorgen stimmt nicht ganz. Zwei Überlegungen sprechen sicher dagegen...

  • Isometrische Stabilität

Wenn deinen Körper immer in der gleichen Position bleibt, ohne Bewegung, spricht man von ein sogenannten isometrischen Belastung. Isometrische Belastungen für deinen Rücken, finden in der Wirklichkeit kaum statt. Alle Sportarten die es gibt sind Dynamisch; Volleyball, Handball, Tennis, Fussball usw…

Bei den sportspezifischen Bewegungsabläufen benötigt der Sportler nicht eine „Isometrische Stabilität“ aber eine Dynamische Stabilität für seine Wirbelsäule.

  • Plank Ausgangsposition

Auch die Ausgangsposition, auf Ellenbogen und Fussspitze, entspricht nicht der Position in der die meisten Menschen von uns sich bewegen. Also wenn diese Position nicht vorkommt, warum sollte ich in dieser Position trainieren?

Ja, es führt zu einer besseren isometrischen Stabilität, die Frage ist also, benötigen wir dies für unseren Alltag oder Sportart?!

Wenn du mir nun die Frage stellst: Sind Plank Übungen dann völlig sinnlos und falsch?, sage ich: Falsch ist es nicht! Es ist bestimmt eine gute Warming up Übung. Es „Tonisiert“ die Wirbelsäulen Muskulatur, ist somit eine gute vorbereitende Übung auf dass, was anschliessend kommt!

Trotzdem empfehle ich Sportlern höchstens 5-10 Minuten Plank Übungen zu machen, bevor es anschliessend weiter geht mit dynamischen Stabilitätsübungen wie Ausfallschritts, Good Mornings, Dead Lifts und weiteres...

Vorher habe ich bereits erwähnt, dass Plank Übungen auch viel verwendet werden als Test im Militär, Polizei und Sportvereinen. Anscheinend ist das Ziel zu bestimmen, wie Fit die Person ist. Wenn du 4 Minuten auf den Ellenbogen und Fussspitzen abstützen kannst, sagt dies aber nichts darüber aus, wie weit du einen Gegenstand werfen kannst, wie schnell du Sprinten kannst, wie hoch du springen kannst, oder wie hart du einen Fussball wegschiessen kannst. Es sagt „nur“ aus, dass du 4 Minuten auf den Ellenbogen und Fussspitzen deine Position halten kannst…


Zusammenfassend Plank Übungen

  • Plank Übungen sagen nicht alles über deinen gesamte Fitnesszustand aus
  • Plank Übungen sagen kaum etwas über die (Sportspezifische) Rumpfstabilität aus
  • Plank Übungen sorgt nur Teils für eine bessere Stabilität deiner Wirbelsäule
  • Plank Übungen alleine werden nicht deine Rückenbeschwerden lindern
  • Plank Übungen sind geeignet als Tonisierende Übungen z.B. in einem Warming up

Pieter Keulen

Autor: Pieter Keulen


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Kategorie: Medizin
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