Lasst die Säbelzahntiger frei

Ein schöner Sommertag... Wir sind Heidelbeeren am Sammeln... Was wir aber nicht wissen ist, dass wir in grosser Gefahr sind. Möchtest du wissen, was die Säbelzahntiger mit der Entwicklung von Menschen zu tun haben? Dann solltest du jetzt weiter lesen!

Die Entwicklung des Menschen ist sehr interessant. Wir sind, ähnlich wie Affen, auf allen Vieren herumgelaufen, bis vor 3,6 Millionen Jahren die Urmenschen ihr Gehirn entwickelten. Mit der Entwicklung des Gehirns fingen die Urmenschen an zu denken. Eine von den Überlegungen war, dass es nicht wirklich toll ist, dass diverse Wildtiere Jagd auf sie machten.

Da wir Menschen vorerst auf allen Vieren herumgelaufen sind, war unsere Laufschnelligkeit sehr beschränkt. Nebst der Tatsache, dass wir langsam waren, konnten wir auch nicht weit sehen. Durch hohes Gras und Busch konnten wir beispielsweise die Säbelzahntiger nicht so gut entdecken und so konnte es schnell passieren, dass der Säbelzahntiger dich „schwuppsdiwupps“ im Maul hatte.

Nun, durch die Entwicklung des Gehirns begannen wir zu überlegen, wie man den Tiger und andere Wildtiere überlisten konnte. So entwickelten wir Mensch den aufrechten Gang. Wir konnten bedeutend weiter sehen, und ein noch sehr grösserer Vorteil war, dass wir Waffen in die Hände nehmen konnten, um uns zu verteidigen. Und so fingen wir an, gemeinsam auf die Jagd zu gehen. Die Rollen waren plötzlich vertauscht, der Mensch war nicht mehr der Gejagte, sondern der Jäger.

Der Urmensch entwickelte sich weiter bis vor ungefähr 1,5 Millionen Jahren. Da war unser Urmensch so weit entwickelt, dass er sich bis zum heutigen Tag praktisch nicht mehr verändert hat!

Man kann also sagen, dass wir praktisch den gleichen Körperbau haben wie vor 1,5 Millionen Jahren.

Durch den aufrechten Gang gab es aber ein Problem. Vom ursprünglichen Gang auf allen Vieren konnte man feststellen, dass unser Rücken eine runde Form hatte. Durch den aufrechten Gang war dies praktisch nicht mehr möglich und so entstand die Form, die wir bis heute kennen, nämlich die typische S-Form. Dies war am Anfang nicht so ein grosses Problem, weil der Urmensch deutlich mehr Kraft, nämlich bis zum Dreifachen (!) unserer momentanen Kraft, besass. Durch den Verlust der Kraft nahm auch die Stabilität der Wirbelsäule ab, und die Rückenbeschwerden nahmen zu.

Durch die Modernisierung hat unsere Kraft und Ausdauer eindeutig abgenommen. Unser Hirn wird immer grösser und besser, aber unsere Muskulatur und Ausdauer baut ab, da alles bequemer wird. Hirn grösser, Mensch fauler…

Wir sprechen oft davon, dass die Leistungen von Triathleten und Marathonläufern unter Extremsport geht. Die Tatsache aber ist, dass diese Leistungen für unsere Vorfahren quasi normal waren. Das, was etwa 99% der Bevölkerung macht, ist „Extremsport“, nämlich sich im Schnitt nur 700 Meter pro Tag bewegen. Jawohl, Sie lesen richtig, der moderne Mensch bewegt sich nur noch 700 Meter pro Tag! Das ist wirklich „Extremsport“!

Ist der Mensch „verweichlicht“? Wir kennen uns aus mit Rücken- und anderen Gelenkbeschwerden, Kopfschmerzen, Fussanomalien, muskulären Ungleichgewichten, und haben eine Kondition entwickelt, welche gerade ausreicht für die Distanz vom Bürostuhl zum Lift.

Werden wir dies je wieder bessern können?

Ich würde sagen; „Lasst die Säbelzahntiger frei!“

Pieter Keulen

Autor: Pieter Keulen


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Kategorie: Allgemein
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