Pieter Keulen
23 Okt

Gut Leben mit Arthrose

Kategorie: Allgemein, Medizin, Medizinisches Training, Physiotherapie
Autor: Pieter Keulen

Du hast die Diagnose „Arthrose“ erhalten. Was jetzt? Pillen, Salben, Spritzen oder anderes… Hier kannst Du lesen, welche Behandlungsmethode sind bei Arthrose am effektivsten?!

An den Stellen, an denen sich Deine Knochen berühren gibt es eine dünne Schicht von Gelenkknorpel, der Deine Knochen schützt. Eine Zerstörung dieser Knorpelschicht kann dafür sorgen, dass Knochen auf einander reiben, was äusserst schmerzhaft sein kann.

Von einer Arthrose werden wir im Laufe der Zeit alle betroffen sein. Studien haben gezeigt, dass diese natürlichen Prozesse bereits ab dem 25. Lebensjahr anfangen!

Was ist nun wenn Dein Arzt feststellt, dass Du Arthrose haben und Du Dich nun fragst, welche Behandlungsmethoden es denn gibt?!

Was die Behandlungsmethode angeht haben viele Studien interessante Erkenntnisse gegeben. Diverse Mediziner und Wissenschaftler sind nämlich dieser Frage mal nachgegangen. So haben sie untersucht, was die Schmerzen und was die Funktion eines Gelenks positiv beeinflusst.

So hat man feststellen könne, dass Opiate (u.a. Morfine) und NSAR (nichtsteriodale Antirheumatika) Schmerzen reduzieren, aber keine Wirkung auf die Funktion und Qualität eines Gelenk haben. Man hat auch feststellen können, dass eine Gewichtsreduktion eine bedeutend grössere Wirkung hat auf Schmerzreduktion und Funktion eines Gelenks als die Einnahme von Paracetamol (Pharmazeutisches Schmerzmittel). So konnten zum Beispiel Christensen und Astrup in einen Studie feststellen, dass bei übergewichtigen Menschen eine Gewichtsreduktion von 10% die Kniegelenksfunktion um 28% verbessert.

Was man auch feststellen konnte ist, dass Bewegung und gezieltes Training sowohl als Schmerzbekämpfung als auch für die Funktion der Gelenke die absolut beste Medizin sind. Bewegung und gezieltes Training sind also allem anderen weitaus überlegen.

Wieso kommt dies?! Erstens ist es mal wichtig, dass Du verstehst, dass Gelenke Bewegung brauchen. Gerade durch Bewegung wird der Knorpel zusammengedrückt und wieder entlastet. Dieser Prozess stimuliert die benötigten Stoffwechselvorgänge.

Fehlt diese Bewegung, findet dieser Prozess nicht statt und es fängt ein Abbau statt, dies nach dem Prinzip „von nichts, kommt nichts“.

Wenn Du also betroffen bist, fang an dich zu bewegen. Velofahren, Wanderern, Gymnastik oder Fitnesstraining, egal was, Hauptsache ist, dass Du Dich bewegst

Nun kann es gut sein, dass dies bei Dir Schmerzen verursacht. Folgendes solltest Du beachten: je nachdem, wie stark Du betroffen bist, fang langsam an. Täglich 20 Minuten sind bereits ein guter Anfang. Auf einer Schmerzskala von 0 bis 10, darfst Du jedoch nicht mehr als Grad 3 vom Schmerz her empfinden. Kontrolliere ob Deine Gelenke übermässig warm und eventuell geschwollen sind nach der Belastung. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Trainingsbelastung noch zu hoch war.

Steigere die Belastung nicht zu schnell, Dein Körper muss sich an die Belastungen (Adaption) anpassen. Erste Erfolge wirst Du bereits nach 4 bis 6 Wochen bei einem regelmässigen Training merken!

 

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