Physiotherapie in Medical Training Center Pieter Keulen

Als ich vor Jahren meine Ausbildung zum Physiotherapeuten abgeschlossen habe, lernten wir wie man einen Patienten zu untersuchen und zu behandeln hat. Dass dahinter ein Gedanke, ein Konzept, stecken sollte, davon hatten wir keine Ahnung. Leider ist dies in der Physiotherapie häufig immer noch der Fall.

Wenn Patienten unfall- oder verletzungsbedingt länger in der Physiotherapie sind, z.B. nach einer schweren Knie- oder Rückenverletzung, entsteht im Lauf der Zeit eine Beziehung zwischen Physio und Patient. Mit welcher Dynamik diese Beziehung dauert und ob die Luft bald raus ist, hängt stark vom Physio ab. Es braucht ein Gesamtkonzept. Das Konzept mit dem wir im Medical Training Center arbeiten, heisst M-V-S (Mission – Vision – Strategie). Schauen wir dies nun etwas genauer an.


Mission

Im Laufe des Rehaprozesses ist es für die Patienten wichtig, eine Vertrauensperson zu haben und/oder manchmal auch einen Kumpel. Patient und Physiotherapeut haben gemeinsam eine Mission, und das ist, dass der Patient besser, fitter und schmerzfrei wird.


Vision

Je detaillierter der Patient sich vorstellen kann wie der Rehaverlauf stattfinden soll, desto besser ist dies für den Patienten. Im Blogbeitrag Reha Coaching konntest du lesen, dass Physiotherapie etwas mehr ist als ein paar lässige Übungen zu zeigen. In dem Mental Training nennt man diesen Begriff auch Visualisieren.

Der Patient, welcher noch in der Reha ist, sollte sich bereits in Gedanken vorstellen können, wie er wieder an Wettkämpfen teilnehmen kann. Der Physio sollte, ähnlich wie ein Mentaltrainer, seinen Patienten bildlich darauf vorbereiten.


Strategie

Im Medical Training Center arbeiten wir mit dem Rehabaum, ein strategisch/methodischer Aufbau den wir bei Jung und Alt, Sportler/Nicht-Sportler verwenden. Toine van de Goolberg, der Entwickler dieses Programms, hat als einer der ersten sich Gedanken gemacht, dass aktive Rehabilitation eine fundierte Strategie benötigt. In diesem Beitrag führt es zu weit, hier genau drauf einzugehen. Zusammengefasst geht es darum, eine sport-/arbeitsspezifische Analyse zu machen welche motorische Eigenschaften es benötigt und dies so spezifisch zu trainieren. Nach dem Prinzip „Trainiere was es benötigt“ gibt es hier eine klare Struktur und einen klaren Aufbau.

Die Zeiten also von „Schauen wir mal“ ist definitiv vorbei. In diesem Rehabaum geht es ums Definieren von Trainingsübungen, Intensitäten, Zielen, Try Outs durchzuführen, Testing und vieles mehr… Dies alles nach einer bestimmten Methodik und Strategie.


Zum Schluss…

Bist du selber Patient Frage doch bei deinem Physiotherapeut nach, was seine M – V – S ist. Wenn es keine gibt, kannst du dir überlegen ob du am richtigen Ort bist….

Pieter Keulen

Autor: Pieter Keulen


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Kategorie: Physiotherapie
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